Friedrichshafen ist in der Champions League gefordert. Foto: Günter Kram

07Nov2017

Friedrichshafen vor den „wichtigsten Spielen des Jahres”

„Die wichtigsten Spiele des Jahres“ – die Qualifikation zur Champions League -  stehen in den kommenden Tagen für den VfB Friedrichshafen an. Erst trifft das Team auswärts am Mittwoch (8. November, 18 Uhr deutscher Zeit live bei laola1.tv) an der bulgarischen Schwarzmeerküste auf Neftohimik 2010 Burgas. Am Sonntag (12. November) tritt Burgas dann zum Rückspiel in der ZF Arena an. Dort treffen sich die VfB-Fans auch am Mittwoch, um ihr Team zu unterstützen. Das „Public Viewing“ im Arena-Foyer beginnt um 17:30 Uhr.

Fast 2,5 Millionen Passagiere landen im Jahr am Flughafen im bulgarischen Burgas. Die 200.000-Einwohner-Stadt liegt am Schwarzen Meer, dem sogenannten Sonnenstrand und lockt von Jahr zu Jahr mehr Touristen an. Doch die kommen im Sommer, bis Ende Oktober fliegen unzählige Chartermaschinen dort hin. Der VfB Friedrichshafen muss in seinem Qualifikationsspiel zur CEV Volleyball Champions League allerdings erst jetzt nach Burgas reisen – leider außerhalb der Touristenzeit.
Auch deshalb ging es für das Team schon am Montag mit dem Reisebus nach München. Von dort über Sofia wieder mit dem Bus ins 300 Kilometer entfernte Burgas. Um 4 Uhr mussten die Spieler dafür aufstehen, für den ein oder anderen nach einer unruhigen Nacht. Schließlich wollte niemand die Reise zu diesem wichtigen Spiel verpassen. Trainer Vital Heynen nennt es sogar „das wichtigste Spiel des Jahres“ und spricht von einem Spiel, bei dem die Mannschaft „ähnlich gefordert wird, wie beim Supercupfinale in Hannover”.

Am Mittwoch geht es dann gegen eine Mannschaft, die für Heynen in der Vorbereitung schon etwas Besonderes war. „Viele Mannschaften siehst Du und findest sie großartig. Erst bei der genauen Analyse wird klar, dass deren Spiel gar nicht so überragend ist“, erklärt er. „Bei Burgas ist das genau umgekehrt. Auf den ersten Blick ist es keine große Mannschaft, die auf den zweiten Blick aber sehr guten Volleyball spielt.“

Der wohl bekannsteste Burgas-Spieler dürfte Valentin Bratoev sein, der 2013/2014 das VfB-Trikot trug. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Georgi zählt Heynen auch einen Außenangreifer aus der Ukraine, der am Mittwoch sein erstes Spiel im Trikot der Ukrainer machen wird, zu den Stärken der Bulgaren. „Wir werden in diesem wichtigen Spiel sehr gefordert werden“, weiß Heynen. „Ich bin froh, wenn wir etwas mit zurück nach Friedrichshafen nehmen – und das bedeutet für mich, dass wir mindestens zwei Sätze holen.“

Am Donnerstag geht es wieder zurück an den Bodensee. Dann beginnt die Vorbereitung auf das Rückspiel am Sonntag in der ZF Arena (16 Uhr), das entscheidet, ob die Heynen-Truppe in die Gruppenphase der Champions League einziehen wird. Erst einmal muss Burgas aber in den Süden Deutschlands reisen – auf dem gleichen unkomfortablen Weg übrigens, wie der VfB.

Von:  VfB/weg

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