Verbissener Kampf: David Sossenheimer (links) gegen die Berliner Kyle Russell und Alexander Okolic. Foto: Conny Kurth

06Mai2018

Play-off-Finale: Showdown am Mittwoch nach 3:2 des VfB in Berlin

Die Entscheidung im Kampf um die deutsche Meisterschaft der Männer ist erneut vertagt worden, aber dieses Mal wird sie in drei Tagen garantiert fallen. Die Berlin Recycling Volleys verloren am Sonntag nachmittag in der Max-Schmeling-Halle gegen den VfB Friedrichshafen das vierte Spiel der Play-off-Finals mit 2:3 (19:25, 31:33, 25:22, 25:19, 13:15). Damit steht es 2:2 Unentschieden in der Endspielserie, die nach dem Modus „best of five” ausgetragen wird. Am Mittwoch kommt es in der Friedrichshafener ZF Arena (Spielbeginn 20 Uhr) zum Showdown: Neunter Meistertitel für Berlin? Oder Titel Nummer 14 für den VfB?

In der Hauptstadt hatten sich alle auf den Meister-Hattrick gefreut. 7614 Zuschauer bedeuteten Saisonrekord und alle wollten sie eine riesige Meistersause steigen lassen. Ein Partymotto stand auch ohne Meistertitel bereits fest: Berlins Trainer Stelian Moculescu hatte seinen 68. Geburtstag und hätte sich garantiert über ein Präsent in Form seines 20. Meistertitels gefreut. Doch da spielte sein Team nicht mit.

Denn es begann alles wie gewohnt in der laufenden Saison: Auch im neunten Duell der ewigen Rivalen gewann der VfB den Auftaktsatz (25:19). Berlin kam nicht in Schwung, Paul Carroll und Robert Kromm saßen in ihrem wahrscheinlich letzten Heimspiel in der Schmeling-Halle zunächst auf der Bank. Beide werden wohl nach der Saison verabschiedet.

Friedrichshafen begann im Zuspiel mit Tomas Kocian, die Nummer eins, Simon Tischer, hatte in den Play-offs noch nicht die Leistung gezeigt, mit er seit Monaten geglänzt hat: „Da war er überragend, aber seit er sein Karriereende bekanntgegeben hat, läuft es nicht mehr”, so VfB-Coach Vital Heynen.

Erst in Satz zwei wurde Berlin effektiver, machte weniger Fehler als der Gegner und schien bei 19:13 auf Kurs zum Satzausgleich. Doch der wollte nicht gelingen. Nach vier Satzbällen für Berlin bekam Friedrichshafen seinen fünften Satzball zum 33:31 ins Ziel, als Paul Carroll einen Angriff ins Aus setzte. Der Australier hatte in Durchgang zwei großen Anteil daran, dass Berlin stärker wurde, allerdings nicht stark genug für einen VfB, der gewohnt ruhig agierte.

Dass Berlin danach zwei Sätze gewinnen konnte, lag viel daran, dass Moculescu inzwischen wieder auf die Oldies Kromm und Carroll setzte, die für Aufwind sorgten. Bei 15:11 machten es die Hausherren allerdings erneut spannend, Friedrichshafen holte auf und führte gar mit 19:18. Am Ende reichte es für Berlin doch noch, den Punkt zum 25:22 besorgte der Kanadier Graham Vigrass mit einem Aufschlag-Ass. Nach dem 25:19 in Satz vier war Tie-Break-Time angesagt.

Und die begann besser für die Gäste: Kromm setzte seinen Aufschlag ins Netz, Friedrichshafens Mittelblocker Philipp Collin gelang mit einem Netzroller-Aufschlag Punkt Nummer zwei und ab hier lief Berlin immer einem Rückstand hinterher. Der VfB baute ihn sogar auf 13:9 aus und nur kurz kam noch einmal Hoffnung bei den Berlinern auf, die auf 12:13 verkürzten. Doch der letzte Punkt durch den Griechen Athanasios Protopsailtis sorgte für die endgültige Verschiebung einer Meisterfeier auf Mittwoch.

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