Berlin gegen Friedrichshafen: Jetzt geht es um alles. Foto: Herfet

09Mai2018

1. Liga Männer: Showdown in Friedrichshafen

Neun Spiele, 39 Sätze und 1.729 Ballwechsel lang haben sich die beiden großen Rivalen des deutschen Volleyballs in dieser Saison schon duelliert. Sieben Spiele hat dabei der VfB Friedrichshafen gewonnen (eins im Supercup, zwei in der Normalrunde, zwei in der Champions League und zwei in den Play-offs), zwei Titelverteidiger Berlin zum Auftakt der Finalserie. Nun geht es beim auf fünf Begegnungen begrenzten Gipfeltreffen um die Entscheidung. Am heutigen Mittwoch (20 Uhr) wird in Friedrichshafen ausgespielt, wer sich als Deutscher Meister 2018 feiern lassen darf. Die spektakuläre Finalserie bekommt ein würdiges Ende.

Mit einer bärenstarken Hauptrunde ohne Niederlage hat sich der VfB Friedrichshafen den wichtigen Vorteil erarbeitet, im letzten Saisonspiel auf sein Heimrecht setzen zu können. Ein Trumpf, den der VfB schon in der letzten Saison in der Hand hielt, aber nicht auszuspielen vermochte. Gewinnt Friedrichshafen, schafft der Rekordmeister einen historischen Coup: Noch nie ist es einem Verein gelungen, einen 0:2-Rücksatdn mit drei Siegen in Serie noch zu drehen. 

Berlins Diagonalangreifer Paul Carroll, der in Friedrichahfen wahrscheinlich seine Abschiedsvorstellung für den Hauptstadtklub geben wird, hat schon einige dramatische Finalduelle gegen den VfB miterlebt. Trotz der beiden vergebenen Matchball-Spiele sieht der Australier noch eine gute Möglichkeit für seine Mannschaft: „Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben, den Titel vor unserem Publikum zu gewinnen, denn die mehr als 7.500 Zuschauer hätten es allemal verdient.“

Paul Carroll weiß, was zu tun ist, um die Nase am Ende vorn zu haben : „Wir müssen es schaffen, in Aufschlag und Annahme stabiler zu agieren. Steht unsere Achse, können die VfB-Spieler weniger spekulieren und wir freier spielen.“

Eine große Rolle wird auch spielen, wer seine Nerven in diesem aufgeheizten Duell besser in den Griff bekommt. In den bisherigen vier Duellen ging es hitzig zur Sache, unter dem Netz wurden teilweise derbe provoziert. Jakob Günthör, Mittelblocker beim VfB, hat schon mal angekündigt, sich vom Trash-Talk nicht aus der Bahn werfen zu lassen: "Ich kann da nur müde darüber lächeln. Ich drehe mich dann halt um und mache mein Ding. Das interessiert mich doch gar nicht."

Wenn ihm und seinen Mitspielern das wie angekündigt gelingt, haben sie einen Vorteil. Denn tatsächlich steht der mentale Aspekt beim Showdon am Bodensee über allem. Laut kreativer VfB-Schlagzeile spricht das Momentum schwäbisch, schließlich haben die Gastgeber nach den ersten beiden Saisonniederlagen gegen nationale Konkurrenz mit zwei Siegen zurückgeschlagen.

Für alle, die in Friedrichahfen nicht in der Halle dabei sein können: Das entscheidende Finale um die Deutsche Meisterschaft läuft live auf www.sportdeutschland.tv

Von:  br volleys/vfb friedrichshafen/fex

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