Double perfekt: VfB Suhl feiert erste Meisterschaft der Klubgeschichte
Der VfB Suhl LOTTO Thüringen ist Deutscher Meister 2026. Vor heimischem Publikum in der ausverkauften Wolfsgrube sicherten sich die Thüringerinnen mit einem souveränen 3:0-Erfolg (25:20, 25:16, 25:22) gegen den Dresdner SC den entscheidenden dritten Sieg in der Best-of-Five-Finalserie und damit den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Mit drei überzeugenden Auftritten in Folge entschied das Team von Cheftrainer Laszlo Hollosy die Finalserie deutlich mit 3:0 für sich. In eigener Halle verwandelten die Hausherrinnen gleich den ersten Matchball und krönte eine historische Saison mit dem nationalen Double. Bereits im Februar hatten die Thüringerinnen mit einem 3:2-Erfolg gegen Allianz MTV Stuttgart den Zoi DVV-Pokal gewonnen, nun folgt der Meistertitel als größter Erfolg der Klubhistorie.
„Mir fehlen die Worte. Das ist unglaublich. Ich bin sehr stolz und sehr dankbar für die Mannschaft und unsere Fans“, sagte Suhls Cheftrainer Laszlo Hollosy nach dem Spiel bei Dyn.
Suhl dreht engen ersten Satz und setzt früh ein Zeichen
Der Dresdner SC erwischte zunächst den besseren Start in die Partie und ging früh in Führung (3:0). Suhl kämpfte sich jedoch zurück, unter anderem durch ein Ass von Laura Berger zum 4:4-Ausgleich, und blieb in Schlagdistanz.
Vor allem Dresdens Diagonalangreiferin Marta Levinska, die nach dem Spiel als wertvollste Spielerin der Saison ausgezeichnet wurde, prägte zunächst das Geschehen zunächst. In der Crunchtime zeigte Suhl jedoch seine Qualität. Nach einem Angriffsfehler von Levinska zum 18:17 für Suhl übernahm das Heimteam die Kontrolle. Monika Brancuska und ein variables Angriffsspiel sorgten für die entscheidenden Punkte, ehe Mackenzie Foley, die als wertvollste Spielerin des Finalspiels ausgezeichnet wurde, mit einem cleveren Tip zum 25:20 den ersten Satz sicherte.
Dominanter zweiter Durchgang bringt Suhl auf Titelkurs
Im zweiten Satz übernahm Suhl früh das Kommando. Nach einer Auszeit des Dresdner SC beim Stand von 7:4 baute das Team von Laszlo Hollosy den Vorsprung kontinuierlich aus. Suhl punktete mit starken Aktionen in Abwehr und Angriff.
Nach einem Netzroller-Ass von Suhls Lara Nagels zum 16:8 war der Durchgang vorentschieden. Dresden fand kein Mittel gegen die stabile Defensive und das variable Angriffsspiel der Gastgeberinnen. Ein Angriffsfehler des DSC besiegelte schließlich den deutlichen 25:16-Satzgewinn.
Nervenstärke im dritten Satz entscheidet die Partie
Auch im dritten Durchgang startete Suhl konzentriert, doch Dresden stemmte sich gegen die Niederlage. Nach ausgeglichenem Beginn entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, in dem mehrfach die Führung wechselte.
Beim Stand von 16:16 übernahm Suhl erneut die Initiative. Ein Ass von Suhls Kapitänin Roosa Laakkonen sowie wichtige Punkte von Brancuska (19 Punkte insgesamt) und Laura Berger sorgten für die Vorentscheidung. In der Crunchtime behielten die Thüringerinnen die Nerven: Ein Angriff von Sanaa Dotson vom Block ins Aus zum 25:22 beendete die Partie und löste große Emotionen auf und abseits des Feldes aus.
„Ich bin einfach unglaublich glücklich. Ich kann es noch gar nicht richtig in Worte fassen. Es fühlt sich alles ein bisschen unwirklich an. Das muss jetzt erst einmal sacken. Es ist überwältigend. Das geschafft zu haben, macht diesen Moment so besonders“, sagte Suhls Spielerin Svea Naujack bei Dyn am Mikrofon.
Dresdens Cheftrainer Alexander Waibl analysierte nach der Partie: „Ich glaube, dass wir im dritten Satz unseren eigenen Angriff etwas besser durchgebracht haben. Aber unterm Strich muss man sagen, dass Suhl im Angriffsspiel über die gesamte Serie hinweg immer eine Lösung mehr hatte als wir und deshalb verdient Meister geworden ist.“
Ohne Niederlage in den Playoffs
Mit dem Meistertitel krönt der VfB Suhl LOTTO Thüringen die erfolgreichste Saison seiner 35-jährigen Vereinsgeschichte. Als Tabellenzweiter in die Playoffs gestartet, blieb das Team in den K.-o.-Runden ohne Niederlage und setzte sich dabei gegen den VC Wiesbaden sowie Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin souverän durch. (PM/VBL)