Schwere Aufgaben: Max Günthör (links), Georg Grozer (rechts) und Robert Kromm (hinten) müssen sich bei der EM strecken Foto: FIVB

21Okt2010

EM-Auslosung: Schwere Aufgaben für die Deutschen

Die DVV-Männer treffen bei der EM-Endrunde 2011 (10. bis 18. September) in der Vorrundengruppe D in Prag auf Polen, Bulgarien und die Slowakei. Dies ergab die Auslosung in Prag/ – die Loskugel mit dem Schriftzug Deutschland wurde als letzte aus dem Topf gezogen. Die EM wird in vier Städten (Innsbruck, Wien, Karlsbad und Prag) in Österreich und der Tschechische Republik ausgetragen, Titelverteidiger ist Polen, die deutsche Mannschaft hatte bei der EM 2009 in der Türkei den sechsten Platz belegt.

Die drei Erstplatzierten jeder Vorrundengruppe ziehen in die nächste Runde, wobei die Gruppensieger direkt für das Viertelfinale qualifiziert sind. Die Zweit- und Drittplatzierten müssen noch ein Ko-Spiel vorher absolvieren. Die DVV-Männer würden als Zweiter bzw. Dritter auf den Dritten bzw. Zweiten der Gruppe B treffen. Als Gruppensieger würde im Viertelfinale der Zweite der Gruppe B oder der Dritte der Gruppe D als Gegner warten.

Zuspieler Patrick Steuerwald sagte zu dem Los: „Das ist natürlich wieder eine Hammergruppe – etwas anderes kann man nicht sagen. Die Slowakei ist vielleicht ein bisschen schwächer, aber sehr gefährlich. Wir wollen das Resultat vom letzten Mal mindestens wiederholen, was allerdings mehr als schwierig wird, da eine EM eigentlich schwieriger zu spielen ist als eine WM.“

DVV-Vizepräsidentin Ines Knauerhase, die der Auslosung in Prag beiwohnte, sagte: „Wie in der Vergangenheit haben die DVV-Männer auch dieses Mal kein Losglück gehabt. Ich denke, wir sind in der ausgeglichensten und stärksten Vorrundengruppe und müssen in jedem Spiel unsere Bestleistung zeigen. Die vergangenen Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass unsere Mannschaft gegen jede Mannschaft der Welt eine Chance hat.“

Nach dem in diesem Jahr geglückten World League Comeback mit einer Bilanz von 7:5-Siegen, Platz acht bei der WM in Italien und dem damit verbundenen erstmaligen Sprung in die Top Ten der Weltrangliste (Platz zehn), wollen die DVV-Männer auch bei der EM 2011 Historisches anstreben: Noch nie konnte eine deutsche Männer-Nationalmannschaft eine Medaille bei den kontinentalen Titelkämpfen gewinnen, der vierte Platz (1967, 1971, 1991, 1993) war bislang das Höchste der Gefühle.

Die Vorrundengegner
Titelverteidiger Polen war 2010 fünfmal Gegner der DVV-Männer, dreimal siegte die deutsche Mannschaft, zweimal Polen. Bei der WM in Italien kam es zum letzten Aufeinandertreffen, der aktuelle Weltranglisten-Neunte Polen siegte in fünf Sätzen, belegte am Ende jedoch den enttäuschenden 13. Platz. Bulgarien landete bei der WM in Italien auf Platz sieben und siegte in der letzten WM-Partie 3:0 gegen die DVV-Auswahl. Der Weltranglisten-Siebte hatte bei der EM 2009 die Bronzemedaille gewonnen. Die Slowakei ist in der Weltrangliste zwar nur auf Platz 36, bewies aber in der jüngeren Vergangenheit seine Klasse. So musste sich die DVV-Auswahl in der ersten Runde der WM-Qualifikation 2009 den Slowaken 2:3 geschlagen geben.

Die Vorrundengruppen:
Gruppe A in Wien: Österreich, Serbien, Slowenien, Türkei

Gruppe B in Karlsbad: Tschechische Republik, Russland, Portugal, Estland

Gruppe C in Innsbruck: Italien, Frankreich, Finnland, Belgien

Gruppe D in Prag: Polen, Bulgarien, Slowakei, Deutschland

Von:  DVV

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