Hamburg überzeugte in Wiesbaden mit einer konzentrierten Leistung. Foto: www.vt-aurubis-hamburg.de

20Mär2011

Dritter Sieg in Folge für Münster – Hamburg gewinnt glatt in Wiesbaden

Die vier Teams für die Play-offs in der Frauen-Bundesliga kristallisieren sich langsam heraus: Das Top-Quartett mit dem Dresdner SC, den Roten Raben Vilsbiburg, dem Schweriner SC und Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart war am 19. Spieltag komplett siegreich und setzt sich langsam von den Verfolgern ab. Nach der 1:3 (16:25, 25:21, 19:25, 18:25)-Niederlage beim USC Münster hat auch Pokalfinalist VfB Suhl schon einen erheblichen Rückstand auf die Top-Ränge. In der unteren Tabellenregion landete das SWE Volley Team einen wichtigen Sieg beim SC Potsdam.

Die Roten Raben hatten beim 3:1 (25:18, 25:19, 22:25, 25:19) über den SV Sinsheim wieder einmal im dritten Durchgang Probleme. „Wenn wir mit 2:0 Sätzen in Führung liegen, schaffen wir es noch nicht, unser spielerisches Niveau zu halten”, ärgerte sich Raben-Coach Guillermo Gallardo. „Aber wir sind auf einem guten Weg in die Play-offs”. Beim SV Sinheim zog sich Kathrin Neumaier bei einer Angriffsaktion eine Knieverletzung zu und schied danach aus.

Mit zu viel Risiko startete der Schweriner SC beim 3:1 (21:25, 25:17, 25:20, 26:24) über die Aachener Alemannia. Im dritten Satz drehte der SSC aber einen 11:16-Rückstand – vielleicht der Knackpunkt der Partie. Im vierten Durchgang konnten die Gäste, die wegen eines Grippe-Virus mit nur acht Spielerinnen angereist waren, einen Satzball nicht nutzen. „Der Ausfall einiger Spielerinnen war aber nicht der Grund für unsere Niederlage”, so Aachens Coach Stefan Falter. „Das Team hat eine ordentliche Leistung geboten.”

Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart hatte den Nachwuchs des VCO Berlin beim 3:0 (25:17, 25:22, 25:18) jederzeit im Griff. Trainer Jan Lindenmair baute ebenfalls auf einen Youngster: Die 15-jährige Oberliga-Spielerin Lena Heinrichs spielte auf der Liberoposition für Evelyn Delogu, die Rückenprobleme hatte, und überzeugte bei ihrem Bundesliga-Debüt.

Seinen dritten Sieg in Folge feierte der USC Münster beim 3:1 über den VfB Suhl. „Es läuft gut im Moment”, freut sich USC-Coach Axel Büring. Die Unabhängigen schlugen sehr gut auf und hatten auch im Block sowie in der Feldabwehr starke Szenen. Einmal mehr war Hana Cutura mit 23 Zählern die punktbeste USC-Spielerin. „Für den letzten Teil der Saison haben wir uns noch einiges vorgenommen”, so Büring. Das soll als nächstes VT Aurubis Hamburg zu spüren bekommen.

Der 1. VC Wiesbaden zeigte beim 0:3 (20:25, 17:25, 19:25) eben gegen jene Hanseaten eine schwache Vorstellung und konnte zu keiner Phase an die gute Leistung in Suhl anknüpfen. Die Norddeutschen indes machen mit ihrem Sieg das Rennen um Platz fünf wieder spannend. Im Live-Interview auf www.cpm24.tv, wo die Partie übertragen wurde, sagte die Hamburgerin Kathy Radzuweit: „Wir hatten mit einem langen Spiel gerechnet. Aber da wir heute Anke Borowikow immer gut unter Kontrolle hatten, die uns im Hinspiel noch die Bälle um die Ohren gehauen hat, lief es besser als erwartet.” Borowikow dagegen war natürlich enttäuscht: „Das war heute eine schlechte Leistung von uns. Hamburg war sehr gut aus uns eingestellt. Wir haben teilweise zu viele Anläufe gebraucht, um einen Punkt zu machen.”

Nach den Niederlagen gegen die Top-Teams Dresden, Schwerin und Stuttgart konnte das SWE Volley Team aus Erfurt im Ost-Derby beim SC Potsdam wieder jubeln – auch wenn es in der Endabrechnung nur ein Ballpunkt mehr war. „Das war eine Nervenschlacht”, freute sich ein erleichterter SWE-Coach Heiko Herzberg nach dem 3:2 (15:25, 25:17, 25:17, 18:25, 15:13). „Am Ende waren wir etwas konzentrierter.” Die Rückkehr von Annika Lüttge machte sich positiv bemerkbar im Erfurter Angriff. Nun will man endlich mal einen „Großen” schlagen – Meister Vilsbiburg kommt am Samstag nach Erfurt.

Tabellenführer Dresdner SC hatte mit dem Allgäu Team Sonthofen mehr Probleme als erwartet. Beim 3:1 (25:17, 23:25, 25:23, 25:13) konnte der DSC den Gästen erst mit dem Gewinn des dritten Durchgangs den Wind aus den Segeln nehmen. Die Waibl-Schützlinge sind am kommenden Wochenende spielfrei und können sich beruhigt anschauen, was die Konkurrenz macht.

Beispielsweise das Duell des USC Münster gegen Aurubis Hamburg, live zu sehen auf www.cpm24.tv. Schlusslicht VCO Berlin erwartet den SC Potsdam zum Lokalderby. Das Allgäu Team Sonthofen hat den Schweriner SC zu Gast. Spannung verspricht das Duell zwischen Alemannia Aachen und Pokalsieger Stuttgart. Das SWE Volley Team will die Roten Raben ärgern, während der SV Sinsheim den 1. VC Wiesbaden empfängt. Der VfB Suhl will seine kleine Negativserie gegen Köpenick beenden.

Ergebnisse vom 19./20. März:
1. Liga Frauen

Schweriner SC – Alemannia Aachen 3:1 (21:25, 25:17, 25:20, 26:24)
Smart Allianz Stuttgart – Zurich Team VCO Berlin 3:0 (25:17, 25:22, 25:18)
Rote Raben Vilsbiburg – SV Sinsheim 3:1 (25:18, 25:19, 22:25, 25:19)
USC Münster – VfB Suhl 3:1 (25:16, 21:25, 25:19, 25:18)
SC Potsdam – SWE Volley Team 2:3 (25:15, 17:25, 17:25, 25:18, 13:15)
1. VC Wiesbaden – VT Aurubis Hamburg 0:3 (20:25, 17:25, 19:25)
Dresdner SC – Allgäu Team Sonthofen 3:1 (25:17, 23:25, 25:23, 25:13)

Die nächsten Termine:
1. Liga Frauen

26.03.2011 17:00 Zurich Team VCO Berlin – SC Potsdam (Sporthalle Anton-Saefkow-Platz)
26.03.2011 19:00 Allgäu Team Sonthofen – Schweriner SC (Allgäu-Sporthalle)
26.03.2011 19:00 Alemannia Aachen – Smart Allianz Stuttgart (Neuköllner Straße)
26.03.2011 19:30 SWE Volley-Team – Rote Raben Vilsbiburg (Sporthalle Pierre de Coubertin-Gymnasium)
26.03.2011 19:30 SV Sinsheim – 1. VC Wiesbaden (Messehalle 6)
26.03.2011 19:30 VfB Suhl – Köpenicker SC Berlin (Sporthalle Wolfsgrube)
27.03.2011 14:30 USC Münster – VT Aurubis Hamburg (Sporthalle Berg Fidel, live auf www.cpm24.tv)

Der Link zur Tabelle:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blftabelle

und zum kompletten Spielplan:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blfspielplan

 

Von:  DVL

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