Auszeit in Suhl: Am Ende reichte es zu einem 3:2 gegen Köpenick. Foto: www.vfbsuhl.de

27Mär2011

Aachen besiegt den Pokalsieger – Spitzentrio erledigt seine Aufgaben sicher

Die „Ladies in Black” von Alemannia Aachen sorgten für den Paukenschlag am 20. Spieltag der Frauen-Bundesliga: Die Spielerinnen von Trainer Stefan Falter besiegten Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart mit 3:1 (25:20, 26:24, 15:25, 25:19). Für die übrigen Teams an der Tabellenspitze lief es indes besser: Jeweils glatte Drei-Satz-Siege feierten der Schweriner SC, die Roten Raben aus Vilsbiburg und der 1. VC Wiesbaden. Der USC Münster setzt seinen Höhenflug mit dem 3:0 (27:25, 25:23, 25:21) über VT Aurubis Hamburg fort.

Stuttgarts Trainer Jan Lindenmair räumte nach dem 1:3 in Aachen die nicht optimale Vorbereitung unter der Woche ein. „Wir konnten nicht komplett trainieren”, sagte er. „Das soll aber keine Entschuldigung sein. Wir haben in allen Elementen unterdurchschnittlich gespielt.” Die Gäste gaben das Spiel wohl im zweiten Durchgang aus der Hand, als sie eine 21:14-Führung nicht ins Ziel retten konnten. Komplimente bekam derweil der Gegner. „Aachen hat toll gekämpft, das Team wollte unbedingt gewinnen.” Allerdings war die Partie, so die Meinung Lindenmairs, von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Beim Pokalsieger fehlte verletzungsbedingt erneut Kapitän Sabrina Roß. „Nun müssen wir den Blick auch etwas nach unten richten und gucken, dass wir den Vorsprung behalten”, warnt der Coach der Schwaben.

Der Schweriner SC hatte beim 3:0 (25:16, 25:22, 25:14) in Sonthofen nur in Durchgang zwei leichte Probleme. „Da war wir nach einer deutlichen Führung etwas unkonzentriert”, erklärte SSC-Trainer Tore Aleksandersen. „Allerdings hatte ich nie das Gefühl, dass wir hier verlieren können.” Dass die Gedanken seiner Spielerinnen zwischenzeitlich schon beim Top-Spiel am Mittwoch gegen den Dresdner SC waren, glaubt der Norweger nicht: „Nein, heute war Sonthofen und am Mittwoch konzentrieren wir uns auf Dresden.”

Mit dem 3:0 (25:19, 25:22, 25:11) beim VCO Berlin setzte sich der SC Potsdam vom Tabellenkeller ab und liegt nun auf dem 10. Rang. „Die zwei Punkte ohne Satzverlust sind unglaublich wichtig für uns”, betonte SCP-Trainer Volker Knedel. „Der Druck vor der Partie war hoch, jeder hat einen Pflichtsieg erwartet. Die Mannschaft hat mentale Stärke bewiesen. Alles was zählt, sind zwei Punkte.”

Nach sechs Spielen mit Satzverlusten landeten die Roten Raben aus Vilsbiburg beim 3:0 (25:15, 25:20, 25:19) in Erfurt mal wieder einen überzeugenden „Zu Null-Erfolg”. „Wir haben eine gute Leistung geboten”, sagte Raben-Coach Guillermo Gallardo. Das war auch ein Verdienst von Spielführerin Nadja Jenzewski, die am Ende von SWE-Trainer Heiko Herzberg zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde.

Der 1. VC Wiesbaden machte beim 3:1 (25:18, 25:16, 15:25, 25:22) in Sinsheim zwei Sätze lang viel Druck mit dem Aufschlag und agierte auch im Block sehr stark. „Dann aber ist bei uns der Faden gerissen”, so Wiesbadens Co-Trainer Christian Sossenheimer. Der SV Sinsheim verkürzte und hielt auch den vierten Durchgang lange offen. Am Ende aber waren Aufschlag und Block die gewinnbringenden Elemente. Bitter allerdings: Diagonalspielerin Josephine Dörfler wurde an der Achillessehne operiert und fällt für den Rest der Saison aus.

Der VfB Suhl musste beim 3:2 (23:25, 25:16, 16:25, 25:21, 15:13) gegen den Köpenicker SC Berlin über die volle Distanz gehen, behält aber mit dem Sieg Tuchfühlung zum Spitzen-Quintett.

Den vierten Sieg in Folge feierte der USC Münster beim glatten 3:0 über VT Aurubis Hamburg. Die Schützlinge von Trainer Axel Büring überholten damit ihren direkten Tabellennachbarn und setzen sich im Mittelfeld fest.

Natürlich ist das Top-Spiel zwischen dem Schweriner SC und dem Dresdner SC das Highlight des nächsten Spieltags am kommenden Mittwoch. Das Duell wird live ab 19 Uhr auf www.cpm24.tv übertragen. Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart will sich gegen Sonthofen für die Niederlage in Aachen revanchieren. In der Favoritenrolle sind auch der 1. VC Wiesbaden (gegen das SWE Volley Team) und die Roten Raben Vilsbiburg (beim VCO Berlin). Der Köpenicker SC erwartet VT Aurubis Hamburg, der USC Münster den SV Sinsheim. Spannung verspricht die Partie des SC Potsdam gegen Alemannia Aachen.

Ergebnisse vom 26./27. März
1. Liga Frauen

Zurich Team VCO Berlin – SC Potsdam 0:3 (19:25, 22:25, 11:25)
Allgäu Team Sonthofen – Schweriner SC 0:3 (16:25, 22:25, 14:25)
Alemannia Aachen – Smart Allianz Stuttgart 3:1 (25:20, 26:24, 15:25, 25:19)
SWE Volley-Team – Rote Raben Vilsbiburg 0:3 (15:25, 20:25, 19:25)
SV Sinsheim – 1. VC Wiesbaden 1:3 (18:25, 16:25, 25:15, 22:25)
VfB Suhl – Köpenicker SC Berlin 3:2 (23:25, 25:16, 16:25, 25:21, 15:13)
USC Münster – VT Aurubis Hamburg 3:0 (27:25, 25:23, 25:21)

Die nächsten Termine:
1. Liga Frauen

30.03.2011 19:00 Schweriner SC – Dresdner (ARENA Schwerin, live auf www.cpm24.tv)
30.03.2011 19:00 Köpenicker SC Berlin – VT Aurubis Hamburg (Sporthalle Hämmerlingstraße)
30.03.2011 19:00 Zurich Team VCO Berlin – Rote Raben Vilsbiburg (Sporthalle Anton-Saefkow-Platz)
30.03.2011 19:30 Smart Allianz Stuttgart – Allgäu Team Sonthofen (Hegel-Sporthalle Vaihingen)
30.03.2011 19:30 USC Münster – SV Sinsheim (Sporthalle Berg Fidel)
30.03.2011 20:00 SC Potsdam – Alemannia Aachen (Sporthalle Heinrich-Mann-Allee)
30.03.2011 20:15 1. VC Wiesbaden – SWE Volley Team (Sporthalle Am 2. Ring)

Der Link zur Tabelle:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blftabelle

und zum kompletten Spielplan:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blfspielplan

 

Von:  DVL

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