Dresdens Libero Kerstin Tzscherlich in Aktion

30Okt2011

1. Liga Frauen: Dresdens dritter Sieg in Serie

So etwas nennt man wohl eine erfolgreiche Umschulungsmaßnahme. Irgendwann während des Sommers war Anna Cmaylo auf ihren Trainer Alexander Waibl zugegangen. „Wenn Du keine Diagonalspielerin findest, probier’s doch einfach mit mir”, hatte die 25-jährige Amerikanerin vom Dresdner SC geflachst. Gesagt, getan – aus der Mittelblockerin wurde eine gefürchtete Diagonalangreiferin. Beim 3:0 (27:25, 25:19, 25:14) der Dresdnerinnen gegen Alemannia Aachen stellte Cmaylo jedenfalls erneut ihre Qualitäten unter Beweis.

„Langsam läuft’s”, freute sich Waibl nach dem Sieg. Der DSC konnte dabei den Ausfall von Robin de Kruijf und Judith Pietersen, die für die niederländische Nationalmannschaft abgestellt werden mussten, gut kompensieren. Zwar kam Dresden vor 1600 Fans wegen der schwachen Annahme schwer ins Spiel, doch gegen Ende des ersten Satzes kam der DSC-Express langsam ins Rollen. „Wir haben dann mit dem Aufschlag viel Druck gemacht und gut angegriffen”, so Waibl. „Aachen liegt uns einfach – und eine Angelina Grün allein kann es nicht richten.” Für Dresden war es der dritte Sieg in Folge.

Einen schwachen Start erwischte der Schweriner SC beim 3:1 (14:25, 25:19, 25:15, 25:20) gegen den USC Münster. Dem Meister unterliefen Fehler am laufenden Band – in der Annahme wie im Angriff. Nur langsam fanden die Schützlinge von SSC-Coach Teun Buijs in die Partie, mit der Einwechslung der Japanerin Hiroko Hakuta stabilisierte sich die Annahme. Beste Spielerin beim USC war Außenangreiferin Hana Cutura.

Seine erste Saisonniederlage musste der VfB Suhl hinnehmen: Das 0:3 (15:25, 18:25, 18:25) gegen VT Aurubis Hamburg kam aber aufgrund des personellen Engpasses nicht unerwartet. So fehlte neben Suzana Cebic und Laura Dijkema auch Dominice Steffen, die sich gegen Aachen einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Erneut trat der VfB ohne Libero an. Zum Kader gehörte die erst 15-jährige Lilly Schmidt, die eine Option für die Libero-Position sein soll. Mit nur neun Spielerinnen stand der VfB von Beginn an auf verlorenem Posten. Verständnis zeigte Hamburgs Coach Jean-Pierre Staelens für die Situation bei den Gastgeberinnen: „Dieses Spiel hätte unter den gegebenen Umständen nicht stattfinden dürfen.” Derweil hielt sich die Ärger bei VfB-Coach Felix Koslowski in Grenzen. „Wir haben mit 8:2-Punkten in der für uns schwierigen Saisonphase mehr erreicht, als zu erwarten war.” Nun will der VfB noch zwei Außenangreiferinnen verpflichten.

Den ersten Satzgewinn feierte Aufsteiger Bayer Leverkusen nach dem 1:3 (26:24, 23:25, 20:25, 19:25) beim Köpenicker SC – für die Berlinerinnen, die ohne die verletzte Sandra Sell antreten mussten, war es gleichzeitig der erste Saisonsieg. Dem KSC merkte man die Verunsicherung nach vier Niederlagen zum Auftakt zunächst deutlich an: 16 Eigenfehler wies die Statistik im ersten Satz auf, auch im zweiten Durchgang lag der KSC schon mit 16:21 zurück. Doch danach fand das Team von Trainer Cutino ins Spiel.

Mit dem ersten Satzgewinn belohnte sich der VC Olympia Berlin für die gute Vorstellung beim Tabellenführer Vilsbiburg. Den Höhenflug der Roten Raben konnte aber auch der VCO beim 1:3 (16:25, 25:18, 12:25, 16:25) nicht stoppen. „Der Satzgewinn ist für uns aber fast so, als hätten wir ein Spiel gewonnen”, freute sich VCO-Coach Han Abbing. Auch von Vilsbiburgs Trainer Guillermo Gallardo gab’s Lob: „Die Mädchen können Volleyball spielen, wenn man sie lässt. Im zweiten Satz haben wir uns schwer getan.”

Der 1. VC Wiesbaden geht als erster Verfolger von Spitzenreiter Vilsbiburg in die Pause – die sichere Annahme und der gute Block mit elf direkten Punkten waren die Schlüssel zum deutlichen 3:0 (25:14, 25:12, 25:14) über den allerdings ersatzgeschwächten SC Potsdam. Mit 8:2 Punkten und erst drei verlorenen Sätzen ist das Team von Trainer Andreas Vollmer bestens aus den Startlöchern gekommen.

Auch am fünften Spieltag bleibt ein 3:0 als Endstand der Trendsetter der noch jungen Saison: 20 der bis dato 34 Partien wurden mit diesem Resultat beendet. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte am frühen Sonntagabend Smart Allianz Stuttgart mit dem 3:0 (25:18, 25:22, 25:16) gegen die envacom volleys Sinsheim.

Nun macht die Liga eine vierwöchige Pause wegen der Teilnahme der Nationalmannschaft am World Cup in Japan. Auf die nächsten Bundesligaspiele müssen die Fans warten bis zum 26. November.

Ergebnisse vom 29./30. Oktober
Dresdner SC – Alemannia Aachen 3:0 (27:25, 25:19, 25:14)
Schweriner SC – USC Münster 3:1 (14:25, 25:19, 25:15, 25:20)
VC Wiesbaden – SC Potsdam 3:0 (25:14, 25:12, 25:14)
Köpenicker SC Berlin – TSV Bayer 04 Leverkusen 3:1 (24:26, 25:23, 25:20, 25:19)
VfB Suhl – VT Aurubis Hamburg 0:3 (15:25, 18:25, 18:25)
Rote Raben Vilsbiburg – Zurich Team VCO Berlin 3:1 (25:16, 18:25, 25:12, 25:16)
Smart Allianz Stuttgart – envacom volleys Sinsheim 3:0 (25:18, 25:22, 25:16)

Die nächsten Termine
26.11.2011 19:00 Köpenicker SC Berlin – SC Potsdam (Sporthalle Hämmerlingstraße)
26.11.2011 19:00 Schweriner SC – Rote Raben Vilsbiburg (ARENA Schwerin)
26.11.2011 19:30 Smart Allianz Stuttgart – VC Wiesbaden (SCHARRena Stuttgart)
26.11.2011 19:30 TSV Bayer 04 Leverkusen – VT Aurubis Hamburg (Smidt Arena)
26.11.2011 19:30 VfB Suhl – USC Münster (Sporthalle Wolfsgrube)
27.11.2011 17:30 Dresdner SC – Zurich Team VCO Berlin (Margon Arena)

Der Link zur Tabelle:http://www.volleyball-bundesliga.de/1blftabelle

und zum kompletten Spielplan:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blfspielplan

Von:  DVL

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