Friedrichshafens Spieler feiern den 12. Pokalsieg. Foto: Conny Kurth

02Mär2014

Pokalsieger Friedrichshafen: „Das Dutzend ist voll”

So hatten sich das alle Volleyball-Fans gewünscht – das Pokalendspiel der Männer wurde zum erwarteten Krimi, mit einem Happyend für den VfB Friedrichshafen. Nach fünf Sätzen mit 20:25, 25:15, 20:25, 25:16 und 15:12 gegen die Berlin Recycling Volleys stand der 12. Pokalsieg der Häfler fest. Natürlich hatten die VfB-Betreuer gleich die passenden T-Shirts zur Hand mit dem Aufdruck: „Das Dutzend ist voll”. Und Max Günthör trug eine Pappkrone einer Fast-Food-Kette, die ihn als König von Halle markierte.

Der Kapitän des VfB Friedrichshafen verpasste lediglich im vergangenen Jahr die Finalteilnahme. Viermal konnte der Nationalspieler im Gerry Weber Stadion bereits den 12,3 Kilogramm schweren Pott in die Höhe stemmen, insgesamt hatte Günthör fünfmal den DVV-Pokal gewonnen, jetzt ist bei ihm das halbe Dutzend voll. Bei der Siegerehrung wurde er zudem als MVP ausgezeichnet.

Unerreicht ist jedoch Friedrichshafens Trainer Stelian Moculescu sein, der als Spieler und Trainer insgesamt 19 (!) Mal Pokalsieger werden konnte und nun seinen 20. Pokalerfolg in der Tasche hat.

Der Weg dorthin war allerdings sehr hart, oder, wie es Bundestrainer Vital Heynen als Zuschauer erlebte, „ein Finale mit vielen ups and downs”: „Beide Teams wollten absolut gewinnen, das Niveau war nicht das Beste, aber die Intensität war unglaublich.” Das spürten auch die Zuschauer, die im Tiebreak ab 10:6 Führung für die Berliner den Rest des Spiels im Stehen verfolgten. Entscheidend im letzten Satz war die Einwechselung von Christian Dünnes zur Satzmitte, der mit seinen Aufschlägen am Ende für viel Druck sorgte. „So was passiert einem ja selten, dass erst die anderen für einen arbeiten und man dann für die letzten Punkte sorgen kann”, so Dünnes. Während der das sagte, kam Heynen zu ihm mit dem Hinweis: „Im Mai fängt die Nationalmannschaft wieder an, wäre schön, wenn Du dabei bist.”

Für die Berliner analysierte Scott Touzinsky das Finale: „Wir haben am Ende zu viele Fehler gemacht. Wenn auch nur zwei Prozent Konzentration weg sind, ist das für so ein Match entscheidend.” Sein Team hatte nach Sätzen mit 1:0 und 2:1 sowie im Entscheidungssatz mit 10:6 in Führung gelegen. „Wir sollten jetzt nicht zu enttäuscht sein, sondern die richtigen Lehren daraus ziehen.” Spätestens nach diesem Finale darf davon ausgegangen werden, dass sich beide Teams auch in den Play-off-Finals wiedersehen werden.

 

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