Bundestrainer Andrea Giani und sein Team bei einer Auszeit während der WM-Qualifikation in Lyon. Foto: CEV

30Mai2017

DVV-Männer mit jungen Wilden zur Weltliga in Frankfurt

Die Fans im Rhein-Main Gebiet können sich über Pfingsten (2. bis 4. Juni) auf internationalen Volleyball und eine ganz junge deutsche Mannschaft freuen: Die DVV-Männer werden beim Weltliga-Heimturnier in der FRAPORT Arena in Frankfurt/Main mit zahlreichen United Volleys-Spielern auflaufen und haben gleich fünf Debütanten dabei.
 
Adam Kocian, Egor Bogachev, Georg Escher, Moritz Karlitzek und Anton Brehme haben noch nie in einem offiziellen Länderspiel das Trikot der DVV-Männer getragen. Dementsprechend aufgeregt und motiviert dürfte das Quintett am Wochenende sein, wenn es gegen Kasachstan, Österreich und Venezuela (alle um 18.00 Uhr) geht. „Ich freue mich unheimlich, nominiert zu sein und gleichzeitig die Erfahrung zu sammeln, mit den Besten Deutschlands zu trainieren bzw. zu spielen“, sagt der Berliner Bogachev stellvertretend für alle.
 
Fromm, Hirsch und Broshog sollen führen
Doch nicht nur diese fünf Spieler sind jung, mit Moritz Reichert, Jan Zimmermann, Tobias Krick, Ruben Schott und Daniel Malescha hat Bundestrainer Andrea Giani fünf weitere deutsche Akteure dabei, die nicht älter als 24 Jahre sind. Angeführt wird die DVV-Auswahl, die einen Altersschnitt von 22,4 Jahren hat, von Christian Fromm, Simon Hirsch und Tim Broshog, die bereits an zahlreichen internationalen Turnieren teilnahmen oder im Ausland spielen und dementsprechend internationale Erfahrung aufweisen. Diagonalangreifer Hirsch, der bei der WM-Qualifikation als Mittelblocker aushalf, meint dazu: „In der World League gilt es für die jungen Wilden zu zeigen, was sie bisher gelernt haben. Sie können sich auf internationalem Niveau beweisen.”
 
Die drei Gegner zählen nicht zur Weltspitze, haben aber in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass sie aufstrebend sind. Dies gilt vor allem für den Nachbarn aus Österreich mit Chef-Trainer Michael Warm. Die Österreicher zeigten in der vergangenen Woche eine starke Leistung in der WM-Qualifikation, bezwangen das höher eingeschätzte Team aus der Slowakei (3:1) und verloren knapp gegen die Favoriten aus Griechenland und den Niederlanden (jeweils 2:3).
 
Vieles ist neu beim deutschen Team
Neuer Bundestrainer und Betreuerstab, neue Spieler, neue Spielphilosophie. Vieles ist neu bei den DVV-Männern, davon können sich am Wochenende die Zuschauer beim World League-Heimturnier in der FRAPORT Arena in Frankfurt/Main überzeugen.
 
Am auffälligsten ist die Veränderung an der Seitenlinie. Dort tigert nicht mehr der hyperaktive Belgier Vital Heynen umher, sondern der smarte Italiener Andrea Giani. Der ist im Coaching viel ruhiger als sein Vorgänger, „aber im Training kann ich zum Tier werden.” Giani predigt „Power-Volleyball“ und fordert von seinen Spielern hohes Risiko im Aufschlag und Angriff. „Er war früher Angreifer und will den schnellen Punkt“, bringt der in Frankfurt fehlende Kapitän Lukas Kampa die Giani-Philosophie auf den Punkt.
 
Wie es im internationalen Volleyball üblich ist, hat Giani einige Landsleute mitgebracht, mit denen er schon zuvor gearbeitet hatte und mit denen er auch in der Vereinssaison in Mailand/ITA arbeiten wird. Das sind Co-Trainer Matteo De Cecco, Athletiktrainer Oscar Berti und Scout Roberto Ciamarra. Den deutschen Part nehmen die Ärzte um „Chefarzt” Dr. Dieter Heinold und die Physiotherapeuten um Oliver Klenk sowie Co-Trainer und Teammanager Thomas Ranner ein. Der ehemalige Bundesligaspieler ist am Bundesstützpunkt Stuttgart im Nachwuchsbereich tätig und sagt: „Ich habe hier die Chance, von einem großen Spieler und Trainer wie Andrea und den anderen Teilen des Teams zu lernen und mich zu entwickeln. Ich will dabei helfen die Mannschaft zu den nächsten Erfolgen zu führen. Zudem macht es mich stolz, ein Teil der Männer-Nationalmannschaft zu sein.”

Modus
Die DVV-Männer sind eines von zwölf Teams, die an der World League Gruppe drei teilnehmen. Alle Teams spielen zwei Vorrunden-Turniere, die drei Bestplatzierten der Gesamttabelle ermitteln mit Gastgeber Mexiko am 17./18. Juni in Léon den Sieger und Aufsteiger in die World League Gruppe zwei. Infos zur World League
 
Der deutsche 14-er Kader in Frankfurt: Moritz Reichert, Jan Zimmermann, Tobias Krick, Georg Escher (United Volleys Rhein-Main), Julian Zenger, Daniel Malescha (VfB Friedrichshafen), Ruben Schott, Egor Bogachev (BR Volleys), Christian Fromm, Simon Hirsch (Monza/ITA), Adam Kocian (SVG Lüneburg), Tim Broshog (SWD powervolleys Düren), Anton Brehme (VC Olympia Berlin), Moritz Karlitzek (TV Rottenburg)
 

Von:  DVV/weg

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