Der erste Titel ist gebucht: Schwerin freut sich über den Supercup. Foto: Conny Kurth

28Okt2018

Supercup: Meister Schwerin stockt Titelsammlung auf

Der erste Titel der Saison 2018/2019 geht an den SSC Palmberg Schwerin. Beim Supercup-Finale der Frauen in der Hannoveraner TUI-Arena gegen den Pokalsieger Dresdner SC siegte Schwerin vor 5175 Zuschauern mit 3:1 (17, 23, -24, 18). Bereits in Satz drei hatte Schwerin ab 24:21 drei Matchbälle, doch Dresden gewann den Durchgang noch (26:24). Danach fing sich der Meister wieder und machte aus einem 1:5 zu Beginn des letzten Satzes einen klaren Satzgewinn.

Auch im Vorjahr hatte das Team von Trainer Felix Koslowski den Supercup gewonnen, und so hatte Koslowski allen Grund, sich zu freuen: „Bei uns strahlt heute die Sonne, weil so vieles gelungen ist.” 

Was nicht unbedingt zu erwarten war. Beide Teams hatten erst seit gut einer Woche mit einem kompletten Kader die Vorbereitungen auf den Supercup und den in der kommenden Woche folgenden Ligastart aufnehmen können. Beide hatten auf einige Nationalspielerinnen verzichten müssen, die wegen der WM in Japan erst spät zur Verfügung standen. In Dresden galt das vor allem für Lena Stigrot, die als Außenangreiferin von Vilsbiburg zu den Sachsen gewechselt war. Weil aber die finnische Diagonalangreiferin Piia Korhonen noch verletzt fehlt, musste Stigrot auf der für sie ungewohnten Digonalposition spielen. „Das konnte noch nicht perfekt gelingen”, sagte DSC-Trainer Alexander Waibl, „dafür sind viele Dinge wie beispielsweise das Blockverhalten noch nicht einstudiert.” Lena Stigrot zeigte sich selbstkritisch: „Ich war vielleicht ein bisschen überfordert, aber ich trainiere das auch erst seit ein paar Tagen.” Zudem zeigte sie sich von den Qualitäten des Gegners beeindruckt: „Schwerin hat ein phänomenal hohes Zuspieltempo gezeigt.”

Worüber sich Koslowski natürlich auch freute, der mit Nationalspielerin Denise Hanke und Zugang Britt Bongaerts, Niederländerin und in der letzten Saison noch in Aachen unter Vertrag, zwei Hochkaräter auf der zentralen Position hat: „Als Denise im dritten Satz etwas den Faden verlor, weil die schnelle Spielweise eine hohe Intensität verlangt, kam Britt und hat sich sofort hervorragend eingefügt.” Nutznießer waren vor allem die ebenfalls Neuen Kimberly Drewniok auf der Diagonalen und die US-Amerikanerin Mckenzie Adams im Außenangriff. „Für Kimberly war es die erste Bewährungsprobe und die hat sie ausgezeichnet bestanden. Mckenzie zeigt Angriffshärte, wie es sie nur im Männervolleyball gibt.” 

Das verspricht vieles für eine spannende Saison. Am Mittwoch muss Schwerin in der Bundesliga bei Aufsteiger NawaRo Straubing antreten. Dresden ist auswärts beim USC Münster gefordert. Bereits am Samstag steht das Achtelfinale im DVV-Pokal auf dem Spielplan. Schwerin erwartet zuhause die Roten Raben Vilsbiburg. Dresden ist zu Gast bei Allianz MTV Stuttgart. 

 

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