Matus Kalny (rechts) freut sich mit der U-18 über den EM-Titel 2018. Foto: CEV

08Mär2019

Braucht der DVV zwei neue Nachwuchs-Bundestrainer?

Anfang Februar wurde die Meldung publik, dass U20-Bundestrainer Johan Verstappen den DVV verlassen wird und künftig das Team des Erstligisten Volleyball Bisons Bühl trainieren wird. Seither ist der Verband auf der Suche nach einem Ersatz für den Niederländer, der den Nachwuchs des DVV und parallel den des VC Olympia Berlins seit 2014 trainierte.

Die Bewerberlage sei gut, sagt DVV-Sportdirektor Christian Dünnes, trotzdem werde die Stelle in den nächsten Tagen ausgeschrieben: „Wir haben eine interessante Aufgabe zu bieten, die auch für den internationalen Markt von Bedeutung ist.” Dünnes hat klare Vorstellungen über das Trainerprofil: „Die U20 ist die Schnittstelle zum Erwachsenenbereich, der Trainer muss also auch die Kontakte zu den Bundesligisten und zum Männer-Bundestrainer pflegen.” Deutsch sollte er nach Möglichkeit auch können, um die Talente besser führen zu können.

Möglicherweise muss der DVV in Kürze noch eine zweite Stellenausschreibung veröffentlichen. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass der Vertrag mit U19-Bundestrainer Matus Kalny nicht verlängert wird. Weder Kalny noch Dünnes wollen sich dazu öffentlich äußern. Es sei ein schwebendes Vefahren, sagt Dünnes, erst Ende März könne er dazu etwas sagen. 

Kalny trainiert seit Sommer 2012 den D/C-Kader des Verbandes und tut das vom Bundesstützpunkt des Volleyball-Internats Frankfurt aus. Sein aktueller Vertrag läuft nach der WM im August (21. bis 30. August in Tunesien) aus. Für dieses Highlight qualifizierte sich Kalny mit der deutschen Auswahl durch den Gewinn der Europameisterschaft der U18 im vergangenen Jahr in Zlin (CZE). Es war ein historischer Erfolg: Zum ersten Mal krönte sich Deutschland in dieser Altersklasse zum besten Team Europas.

Trotz der Goldmedaille wird sich der 38-jährige Slowake wohl auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz machen müssen. Dünnes sagt: „Im Bereich der U18 und U19 geht es vorrangig um die Sichtung und Ausbildung der Spieler und die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, die für unser deutsches System extrem wichtig sind.” Ideal für den DVV wäre es daher, wenn sich der Kalny-Nachfolger aus dem deutschen System rekrutrieren ließe.

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