Stars unter sich: Masahiro Yanagida mit dem Kapitän der italienischen Nationalmannschaft, Ivan Zaytsev, beim WM-Eröffnungsspiel 2018

23Mai2019

1. Liga Männer: Yanagida schmettert jetzt in Frankfurt

Die United Volleys haben in der kommenden Saison einen echten Star in ihren Reihen: Masahiro Yanagida genießt in seiner Heimat Japan einen Status, wie man ihn in Europa von Sportgrößen wie David Beckham und Popsängern gewohnt ist. Schon 2017, bei seinem ersten Wechsel in die Bundesliga zu den Bisons Bühl, wurde er von zahllosen (größtenteils weiblichen) Fans tränenreich am Flughafen verabschiedet. Zu den Begegnungen in Deutschland reisten neben japanischen TV-Teams regelmäßig auch Anhänger aus dem Land der aufgehenden Sonne an. „Wir konnten bereits vor zwei Jahren mit Issei Otake erleben, welche Aufmerksamkeit Volleyball und seine im Ausland aktiven Spieler in den japanischen Medien genießen. Mit Masahiro ist das aber noch einmal eine ganz andere Dimension, gerade in einer so internationalen Metropole wie Frankfurt mit seiner großen japanischen Gemeinde“, sagt Geschäftsführer Jörg Krick.

Tatsächlich ist der Außenangreifer, der von Cuprum Lubin in der polnischen PlusLiga an den Main wechselt und dem allein bei Twitter über 160000 Menschen folgen, nicht bloß aufgrund seiner Rolle als Kapitän der Nationalmannschaft ein Spieler von besonderem Format. Seine vergleichsweise geringe Körpergröße von  1,86 Meter macht er durch unglaubliche Sprungkraft wett. Spezialität des 26-Jährigen aus Tokio sind seine Kamikaze-Aufschläge. 2017/18 setzte er damit in der Bundesliga neue Maßstäbe, als er 56 Aufschläge direkt verwandelte . Der Zweitplatzierte in dieser Wertung kam auf 34 Aufschlagpunkte. „Dass wir einen solchen Mann verpflichten konnten, ist wirklich ein Glücksfall“, sagt der sportliche Leiter der Uniteds, Klaus-Jürgen Weber. 

Hilfreich war die Tatsache, dass Japan im nächsten Jahr die Olympischen Spiele im eigenen Land ausrichtet und an die großen Erfolge wie dem Gewinn der Bronzemedaille 1964 in Tokio und dem Olympiasieg von München 1972 anknüpfen will. Der Großteil der Nationalmannschaft bereitet sich vor Ort vor. Lediglich drei Spieler bekamen die Freigabe, sich mit den Topspielern in Europa zu messen, darunter Aushängeschild Masahiro Yanagida. „Ich habe in den vergangenen zwei Jahren schon enorm von diesem hohen Niveau profitieren können und will die Chance nutzen, mich im Hinblick auf Olympia weiter zu steigern“, erklärt er. Da es ihm während der Zeit in Bühl in Deutschland ausnehmend gut gefallen hat, hat er sich vorgenommen, auch die Sprache besser zu lernen: „Bis jetzt kann ich nur ‚Guten Morgen‘, ‚Danke‘ und ein paar andere Sachen sagen.“ 

Was sich in der Bundesliga noch tut, lesen Sie bei uns in der Wechselbörse.

 

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