Premiere bei den Beachvolleyball Awards 2025: Das sind die Beachvolleyballer des Jahres
Sie sind die Besten der Besten im Jahr 2025: Cinja Tillmann (Beachvolleyballerin des Jahres) und Lukas Pfretzschner (Beachvolleyballer des Jahres) haben die Beachvolleyball Awards 2025 gewonnen. Für Cinja Tillmann ist es bereits der dritte Titel, für Lukas Pfretzschner ist es eine Premiere. Mehr als 8000 Fans stimmten bei der modernisierten Wahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) und des Volleyball Magazins für ihre Lieblinge ab – und sorgten damit für eine Rekordbeteiligung.

Beach-Volleyballerin des Jahres 2025: Cinja Tillmann
Cinja Tillmann war gerade im Auto unterwegs in die Weihnachtsferien, als sie die frohe Kunde erreichte, dass sie zum dritten Mal zu Deutschlands Beach-Volleyballerin des Jahres gewählt worden. Die Auszeichnung war nach einem aufregenden Jahr eine vorzeitige Bescherung für die 34-Jährige: „Ich freue mich sehr, dass wieder so viele Leute für mich abgestimmt haben.” Die Tage am Jahresende genoss Cinja Tillmann in diesem Jahr ganz besonders. „So eine Weihnachtszeit in Deutschland hatten wir schon lange nicht mehr, weil wir vorher oft bis in den Dezember noch im Ausland waren und Turniere gespielt haben”, berichtet die Ausgezeichnete. „Dementsprechend ist eine Weihnachtszeit zu Hause in Deutschland mit der Familie und mit Freunden gerade sehr viel Wert für Thomas (Cinja Tillmanns Lebensgefährte und Trainer Thomas Kaczmarek, Anm.d.Red.).” So blieb auch Zeit, das Erlebte und Erreichte Revue passieren zu lassen und zu verarbeiten.
Mit ihrer Partnerin Svenja Müller ging Tillmann erstmals als Weltranglistenerste in die Saison und startete mit einem fünften und dritten Platz in Brasilien in das Jahr. Mit der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Düsseldorf, Rang zwei in Montreal und Platz vier beim Heimturnier in Hamburg, dem Deutschen Meistertitel sowie der Sternstunde des Turniersiegs in Kapstadt erreichte das Duo eine neue Verlässlichkeit in seinen Leistungen. „Wir haben so konstant gespielt wie noch in keinem Jahr zuvor”, hebt Cinja Tillmann hervor.
Cinja Tillmann: „Man kann definitiv noch sehr, sehr viel erwarten in den nächsten Jahren”
In diesem positiven Trend war ausgerechnet die Weltmeisterschaft zum Jahresende ein Ausreißer nach unten. „Wir haben von Anfang an nicht in das Turnier hineingefunden”, räumt sie ein. Woran genau das gelegen hat, wollen Team und Trainer zu Beginn des Jahres noch einmal tiefergehend analysieren, „damit das vielleicht beim nächsten Höhepunkt nicht noch einmal passiert”.
Im Januar werden sich das Duo und die Betreuer zusammensetzen und neue Ziele für das Jahr 2026 definieren. Obwohl Tillmanns Partnerin Svenja Müller schon lange auf der Elitetour dabei ist und bereits viel Erfahrung gesammelt hat, ist sie mit 24 Jahren noch immer jung. „Dementsprechend kann man da definitiv noch sehr, sehr viel erwarten in den nächsten Jahren”, kündigt die zehn Jahre ältere Cinja Tillmann an. „Auch von uns als Team. Wir werden uns Ziele setzen, woran wir arbeiten wollen und dann schauen wir mal, ob wir die Schwächen, die wir dieses Jahr noch hatten, abstellen und unsere Stärken noch weiter verbessern können.“ (Text: Ullrich Kroemer)
Ergebnis:
- Cinja Tillmann (38 Prozent)
- Anna Grüne (20 Prozent)
- Louisa Lippmann (16 Prozent)
- Linda Bock (14 Prozent)
- Svenja Müller (13 Prozent)

Beach-Volleyballer des Jahres 2025: Lukas Pfretzschner
Als die gute Nachricht ihn erreichte, konnte Lukas Pfretzschner sein Glück zunächst nicht wirklich fassen. „Damit habe ich nun überhaupt nicht gerechnet”, sagte der 25-jährige Beachvolleyball-Profi, der die Begründung seiner Verwunderung gleich mitlieferte. „Mit dem Gedanken, Beachvolleyballer des Jahres werden zu können, hatte ich schon abgeschlossen, weil diesen Preis doch immer Clemens abräumt.”
Clemens Wickler, der 2024 mit seinem Partner Nils Ehlers olympisches Silber gewinnen konnte, konnte im Jahr 2025 allerdings erst bei der WM im australischen Adelaide im November überzeugen, als das Erfolgsgespann mit dem vierten Platz knapp an einer Medaille vorbeischrammte. Das allerdings reichte diesmal in der Fangunst nur zu Platz zwei, weil Pfretzschner gemeinsam mit seinem Partner bereits im Spätsommer den deutschen Meistertitel abgeräumt hatte – zum ersten Mal in seiner Karriere – und darüber hinaus bei der WM mit einem fünften Platz überraschte und damit nun endgültig zur Weltspitze gezählt werden muss. „Die Dinge sind in 2025 deutlich besser, zum Teil sogar sehr, sehr gut gelaufen”, sagt er und meint das keineswegs vermessen. „Wir haben zumeist an unserem Maximum gespielt und fast alles gezeigt, was wir können.”
Lukas Pfretzschner: „Das ist eine unfassbare Ehre”
Dabei musste sich Lukas Pfretzschner nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr erst wieder zurückkämpfen. Erst kugelte er sich bei der EM den Fuß aus, dann setzte ihn eine rätselhafte Wirbelsäulen-Verletzung außer Dienst – insgesamt musste er fünf Monate pausieren. „Insofern waren meine Erwartungen an das Jahr 2025 zu Beginn gar nicht sonderlich hoch”, sagt der 25-Jährige, der zusammen mit seinem Bruder Simon unter dem Label „Resetsports” selbst ein kleines, aber feines und selbstkreiertes Sortiment an Sportswear anbietet. „Jetzt aber ist alles wieder gut.”
Über den Jahreswechsel, den er in seiner Münchner Heimat bei Eltern und Freunden und in der Nähe auf den Skipisten verbrachte, konnte er zurückblicken auf sein bislang erfolgreichstes Jahr, dem die Fanwahl das Sahnehäubchen aufsetzte. „Das ist eine unfassbare Ehre, über die ich mich enorm freue und für die ich mich bei allen Fans bedanke”, sagt Pfretzschner. (Text: Arnulf Beckmann)
Ergebnis:
1. Lukas Pfretzschner (34 Prozent)
2. Clemens Wickler (22 Prozent)
3. Lui Wüst (20 Prozent)
4. Nils Ehlers (12 Prozent)
4. Paul Henning (12 Prozent)
Die Gewinner der Beachvolleyball Awards in den Kategorien Nachwuchs und Coach werden am Dienstag (30. Dezember) bekannt gegeben.