Volleyball Magazin

Kollektiver Burn-out

Wenn ich mich im beginnenden Frühling aus dem Haus wage, um im Supermarkt Lebensmittel einzukaufen – Klopapier bekomme ich tatsächlich seit Tagen nicht mehr – schlägt mir die fast schon gespenstische Szenerie auf das Gemüt: Die Natur erwacht zu neuem Leben, die Vöglein zwitschern, doch die Menschen haben ihr Dasein auf ein Minimum reduziert. Ganz Deutschland, Europa, ja der komplette Globus befindet sich im Würgegriff dieses Virus, ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Joachim Löw hat dazu einen bemerkenswerten Satz gesagt: Der Fußball-Bundestrainer sieht unsere Welt im „kollektiven Burn-out”. 

Die Depression hat auch unseren Sport erfasst. Die Saison unter dem Hallendach wurde frühzeitig abgebrochen, die Spielzeit auf Sand wird erst gar nicht gestartet. Das sind keine schönen Nachrichten. Doch nun über entgangene Titel zu jammern, wäre reichlich albern. Für viele gibt es in existenziell bedrohlichen Zeiten sehr viel Wichtigeres als Sport, hat Ex-Nationalspieler Björn Andrae im Interview treffend festgestellt. Dennoch hat die Krise auch ihre guten Seiten. Wir alle können innehalten und darüber nachdenken, ob unser Leben tatsächlich so global, rasant und verschwenderisch ablaufen muss, wie uns das zur Gewohnheit geworden ist. Zudem haben Sie daheim jetzt mehr Zeit und Muße, um sich in die Lektüre Ihres Fachmagazins zu vertiefen.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Felix Meininghaus

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