Volleyball Magazin

Ende als Anfang

Wer in Berlin die Tränen von Tobias Krick und in Apeldoorn den fassungslosen Blick von Kimberly Drewniok sah, der konnte sie fühlen: die riesige Enttäuschung, den grenzenlosen Frust, die Leere, die sich nach den verlorenen Finalspielen offenbarte. Auch ich litt mit den Akteuren, die nach begeisternden Auftritten mit leeren Händen da standen, ohne das  so sehnlichst erwünschte Ticket zu den Olympischen Spielen in Tokio. 

Aber ich bin ehrlich, ich war auch wütend. Denn ich verstand nicht, warum die deutschen Teams in ihren Halbfinals so grandiose Vorstellungen ablieferten und dann in den Finals unter ihren Möglichkeiten und damit ohne Chance blieben. Sowohl die Franzosen als auch die Türkinnen zeigten in dem Moment ihre beste Leistung, als es am wichtigsten war. Genau diese Eigenschaft ist es, die Champions ausmacht. Und genau das ist es, worauf unsere Nationalmannschaften hinarbeiten müssen.

In jeder Niederlage liegt eine Chance, in jedem Ende ein Anfang.  Die DVV-Männer stehen vor einem Umbruch, sie brauchen Zeit und Geduld, um sich an die Erfolge dieser Generation heranzutasten. Die DVV-Frauen haben den Umbruch vollzogen und zeigten bei der EM und der Olympia-Qualifikation ihr Potenzial. Auch ohne Olympia warten auf sie in diesem Jahr Herausforderungen, die ihnen helfen werden, eines Tages Champions zu werden.

Viel Spaß bei der Lektüre, Ihre Conny Kurth

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