Volleyball Magazin

Familienzwist

Man kennt das ja, wenn sich Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans treffen, um in seliger Stimmung zu schwelgen. Dann wird gern die Volleyballfamilie gefeiert, ein verschworener Haufen, den gar nichts auseinanderbringt. Von wegen – in den letzten Wochen knallte es mächtig. Zuerst eskalierte der seit Monaten schwelende Streit zwischen dem Team Borger/Kozuch und dem DVV, kurz darauf kündigte Kaweh Niroomand dem Verband die Gefolgschaft. Berlins Manager wittert Verrat, weil Ruben Schott nach Mailand geht, wo Bundestrainer Andrea Giani im Zweitjob auf der Bank sitzt. Wir sehen bei den Streitfällen genau hin und analysieren die Hintergründe.

Wahrscheinlich fehlt der Familie eine Vaterfigur, ein Patron, der die Dinge mit Herz, Verstand und menschlicher Wärme zusammenhält. Es gibt aber auch noch schöne Geschichten, die unser Sport schreibt. Zum Beispiel die von Udo Lindenberg und den Spielerinnen aus Schwerin, die vor 20 Jahren zarte Bande knüpften, die sie nun erneuerten. Vielleicht sollten sie beim DVV darüber nachdenken, den Alt-Rocker als Mediator hinzuzuziehen. Udo weiß, wie man den richtigen Ton trifft. Wie im Lied „Schwere Zeiten”:
„Ey, lass zusammenhalten, dann geht die Sonne auf, wir sind doch Lichtgestalten, ey, das weißt Du doch.”

Keine Panik, wünscht Ihnen
Ihr Felix Meininghaus

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