Großer Jubel: Der SSC Palmberg Schwerin steht erneut im DVV-Pokalfinale. (Foto: Frank Voss)

12Dec2022

DVV-Pokal: Schwerin und Potsdam ziehen ins Finale ein

Das Duell im DVV-Pokalfinale der Frauen steht fest: Der SC Potsdam und der SSC Palmberg Schwerin gewinnen ihre Halbfinals und treffen nun am 26. Februar 2023 in der SAP Arena in Mannheim zum zweiten Mal nach 2021 im Endspiel aufeinander. 

Der SC Potsdam sicherte sich den Einzug ins Pokalfinale mit einem hart erkämpften 3:0-Sieg (25:21, 30:28, 25:23) gegen die Ladies in Black Aachen. Damit wahrt der aktuelle Tabellenführer und Supercup-Sieger 2022 die Chance auf den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Das Spiel in der Arena Kreis Düren startete ausgeglichen. Doch in der Crunchtime setzten sich die Favoritinnen aus Potsdam dank ihrer Abgeklärtheit durch. In Satz zwei gingen die Aachenerinnen zwischenzeitlich mit 18:15 in Führung, doch Potsdam ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich den ersten Satzball beim 24:23. Aachen wehrte diesen und anschließend noch vier weitere Satzbälle ab, ehe die Gäste aus der Landeshauptstadt Brandenburgs im zweiten Satz mit 30:28 siegten.

Im dritten Durchgang schafften die Ladies in Black nach einem anfänglichen Rückstand bei 18:18 den Ausgleich. Doch am Ende verwandelte Potsdams Fleur Savelkoel den Matchball zum 25:23 und sicherte ihrem Team somit den zweiten Einzug ins DVV-Pokalfinale überhaupt. "Es war heute ein ganzes Stück Arbeit, wir mussten richtig kämpfen, wenn man sich den Verlauf der einzelnen Sätze anschaut, denn Aachen hat es heute sehr gut gemacht", sagte Potsdams Kapitänin Laura Emonts. "Wir freuen uns sehr, im Pokalfinale zu stehen. Es ist das zweite Mal in der Geschichte des Vereins und dieses Mal wollen wir den Titel natürlich mit nach Hause nehmen."

Noch spannender und dramatischer ging es im zweiten Halbfinale zwischen Allianz MTV Stuttgart und dem SSC Palmberg Schwerin zu, das die Schwerinerinnen mit 3:2 (18:25, 25:20, 18:25, 27:25, 15:8) gewannen. Zu Spielbeginn wurde das Team aus Stuttgart seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich den ersten Satz. Im zweiten Durchgang bot sich dann ein anderes Bild: Das Team von Felix Koslowski erspielte sich eine komfortable 20:14-Führung, die es sich bis zum Satzende nicht mehr nehmen ließen. In den anschließenden Sätzen drei und vier dominierte Stuttgart weitestgehend das Spiel. Aber mit unglaublichem Kampfgeist holte der SSC im vierten Satz einen Sieben-Punkte Rückstand auf und erzwang so den Tiebreak. Mit dem Momentum auf seiner Seite gewann das Team aus Schwerin den fünften Satz souverän mit 15:8. Der Traum von Allianz MTV Stuttgart von der Titelverteidigung ist somit geplatzt.

SSC-Coach Koslowski war nach dem Halbfinalkrimi "ohne Worte". "Ich bin superstolz auf die Mannschaft. Wir haben nicht gut gespielt heute, das muss man ganz klar sagen. Und trotzdem haben wir einen unglaublichen Willen, Kampfgeist und Herz gezeigt, alles auf dem Feld gelassen", sagte Kosloswksi. "Wir wollten unbedingt in dieses Finale kommen. Ich glaube, im vierten Satz sind wir wirklich tot, auswärts in so einem Rückstand zu sein. Wir haben trotzdem einfach weitergespielt und weitergekämpft. Es war dann einfach überragend."

Eintrittskarten für das DVV-Pokalfinale am 26. Februar in Mannheim sind erhältlich auf www.saparena.de und www.ticketmaster.de.

Von:  pm/leb

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