Endlich mal mit der Schale in der Hand: Das Team von Allianz MTV Stuttgart. Foto: VBL

12Mai2019

Play-off-Finals Frauen: Erster Meistertitel für Stuttgart

Allianz MTV Stuttgart gewinnt zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft. Mit einem 3:2-Heimsieg (25:12, 25:20, 14:25, 24:26, 15:11) gegen den SSC Palmberg Schwerin beenden die Stuttgarterinnen ihren Final-Fluch und krönen eine starke Saison.

Fünf Mal in Folge stand Stuttgart im Finale. Vier Mal in Folge musste sich das Team aus Süddeutschland geschlagen geben. Zuerst gegen den Dresdner SC, die vergangenen beiden Jahre gegen den diesjährigen Finalgegner SSC Palmberg Schwerin. Auch deswegen war die Genugtuung bei den Verantwortlichen und Spielerinnen nach dem Sieg groß.

Stuttgart hatte bereits die Hauptrunde auf dem ersten Platz abgeschlossen. Auf dem Weg ins Play-off-Finale setzten sich die Schwaben gegen den VC Wiesbaden und die Ladies in Black aus Aachen durch – ohne ein Spiel zu verlieren. Und auch in den Finals erwischten sie den besseren Start: Das erste Spiel der Serie Best-of-Five gewannen sie in der heimischen SCHARRena mit 3:1 (25:21, 21:25, 25:23, 25:23). In Spiel zwei zeigte der Titelverteidiger eine starke Leistung und glich mit einem 3:1-Sieg (25:17, 18:25, 25:14, 26:24) aus.

In Spiel drei sah es lange so aus, als würde sich Geschichte wiederholen. Zwei Mal lagen die Schwerinnerinnen vorne, zwei Mal konnte Stuttgart ausgleichen und das Spiel letztlich mit 3:2 (22:25, 25:23, 19:25, 25:20, 15:9) für sich entscheiden. Matchball für Stuttgart. Die Hoffnungen der schwäbischen Fans auf die erste Meisterschaft waren genauso groß wie die Enttäuschung nach dem Spiel. In der PALMBERG ARENA fanden Stuttgart zu keinem Zeitpunkt ins Spiel, Schwerin gewann klar mit 3:0 (25:15, 25:18, 25:16).

Fünfter Akt im Play-off-Finale
Das Drehbuch dieser Finals lieferte einen letzten Höhepunkt: Schwerin hatte durch den klaren Sieg einen psychologischen Vorteil, Stuttgart vor heimischer Kulisse die Fans auf seiner Seite.

Die Stuttgarterinnen zeigten sich von der Niederlage vor 48 Stunden zunächst wenig beeindruckt, Schwerin hingegen fand überhaupt nicht in die Partie. Nach gerade einmal 20 Minuten hieß es 25:12 für den MTV, der trotz steigender Gegenwehr der Schwerinerinnen durch ein 25:20 die 2:0-Satzführung perfekt machte. Der Vorjahresmeister bäumte sich noch einmal auf, verkürzte durch ein 25:14 auf 1:2.

Im vierten Durchgang agierten beide Teams auf Augenhöhe. Stuttgart lag lange Zeit auf Titelkurs, doch Schwerin behielt die Nerven und erzwang durch ein 26:24 den Tie-Break.

Dort zog das Team von Ioannis Athanasopoulos schnell auf 9:5 davon und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Um 20:31 Uhr war es schließlich Krystal Rivers mit einem Hinterfeldangriff, die den ersten Meistertitel in der Stuttgarter Vereinsgeschichte besiegelte.

 

Von:  VBL/weg

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