Das Meisterteam mit der Meisterschale. Foto: www.foto-herfet.de

15Mai2019

Berliner feiern meisterlich

Zwei Tage nach dem Gewinn der zehnten Deutschen Meisterschaft kamen Fans, Partner und Unterstützer der BR Volleys am Dienstagabend zusammen, um den Saisonabschluss 2018/19 zu zelebrieren. 580 Gäste feierten ausgiebig und lauschten gespannt den Lippen von Geschäftsführer Kaweh Niroomand, der zum einen verdienstvolle Spieler – allen voran Kapitän Sebastian Kühner – verabschiedete und zum anderen einige Vertragsverlängerungen präsentierte.

Bevor der stimmungsvolle Abend in der Max-Schmeling-Halle seinen Lauf nahm, war das Team am Nachmittag zu Gast beim Regierenden Bürgermeister Michael Müller und durfte sich einmal mehr in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen. Kaweh Niroomand sprach aus diesem Anlass von einer „fast schon schönen Tradition, die aber aufgrund ihrer Bedeutung garantiert nie zur Gewohnheit werden würde”, während Müller die BR Volleys als „ein herausragendes Aushängeschild der Sportmetropole” lobte. Wenige Stunden später wurden die Meistermannschaft unter dem tosenden Applaus der Fans gefeiert und die Trikots von Sebastian Kühner und Co zugunsten der SCC JUNIORS versteigert – mit dem Rekorderlös von 12.800 Euro. Zuvor wurde ausführlich bei den Fanclubs, Volunteers und Partnern „Dankeschön“ für eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Jubiläumssaison „10 Jahre Volleyballtempel“ gesagt.

Trotz der Partystimmung standen auch schmerzliche Abschiede auf dem Programm. Nach zwei Titeln mit den BR Volleys sagen Kyle Russell und Adam White „Goodbye“. Die Liberos Nicolas Rossard (nach Frankreich) und Dustin Watten (nach Polen) verlassen den Verein. Auch Nationalspieler Linus Weber sucht sein Volleyballglück künftig im Ausland. Mehr Spielpraxis und wichtige Erfahrung will Egor Bogachev in der kommenden Saison sammeln. Der Außenangreifer wird in der Spielzeit 2019/2020 für einen anderen Bundesligisten schmettern, soll danach jedoch seinen Vertrag in Berlin fortsetzen.

Besonders emotional wurde es bei der Verabschiedung des Meisterkapitäns Sebastian Kühner. Nach sieben Jahren mit insgesamt acht Titeln für die Berliner beendet der 32-jährige Zuspieler seine äußerst erfolgreiche Karriere und widmet sich künftig dem Familienleben sowie einer beruflichen Laufbahn abseits des Sports. „Es fühlt sich gerade für mich genau richtig an. Meine Entscheidung habe ich aus persönlichen und privaten Gründen getroffen. Ich möchte einfach mehr Zeit mit meiner kleinen Familie verbringen. Das Ende mit dem Titel in allerletzter Sekunde hätte gar nicht schöner sein können”, sagte er. Niroomand verabschiedete ihn mit einem Sonderlob: „Sebastian ist in große Fußstapfen getreten und hat überragende Arbeit als Kapitän in dieser turbulenten Saison geleistet.”

Der Geschäftsführer verkündete dann auch erfreuliche Personalentscheidungen: „Die Startformation des letzten Play-off-Finalspiels bleibt uns erhalten”, sagte er. Das bedeutet: Der „Anführer” Samuel Tuia und der „Matchwinner” Moritz Reichert erfüllen ihre bestehenden Verträge. Dazu wird der Mittelblock unverändert bleiben: Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Georg Klein bilden weiterhin die Berliner Mauer. Auch Benjamin Patch schlägt im neuen Spieljahr für den Deutschen Meister auf. Tosender Jubel brannte im bis auf den letzten Steh- und Sitzplatz gefüllten Saal auf, als Niroomand zum Abschluss verlauten ließ, dass auch Zuspieler Sergey Grankin weiterhin das Trikot des Hauptstadtclubs tragen wird.

Von:  BRV/weg

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