Neu in Berlin: Luke Reynolds (Zweiter von rechts) mit Kapitän Robert Kromm (links), Manager Kaweh Niroomand (Zweiter von links) und Zuspieler Sebastian Kühner (rechts)

16Mai2017

Die BR Volleys stellen ihren neuen Trainer vor

Es war eine Entscheidung sozusagen im Handumdrehen: Neun Tage nach dem achten Meistertitelgewinn präsentierten die BR Volleys mit Luke Reynolds einen neuen Cheftrainer. Der erst 31-jährige Australier tritt die Nachfolge des 55-jährigen Italieners Roberto Serniotti an, der vor einer Woche auf der Meisterfeier nach zweijähriger Tätigkeit und vier Titeln seinen Abschied verkündet hatte.
 
Mit Reynolds, der in Berlin einen Zweijahresvertrag unterschrieb, schlagen die Berliner einen völlig neuen Weg ein, wie Manager Kaweh Niroomand beschieb. "Wir wollen unseren erfolgreiche Arbeit mit einem jungen Trainer fortsetzen", erklärte er und formulierte zugleich Ansprüche, die gleichwohl als eine Kritik an dem Amtsvorgänger verstanden werden konnten: "Wir versprechen uns von seiner Verpflichtung einen richtigen Aufbruch für die Mannschaft. Es braucht einen neuen Push. Wir wollen keinen Mainstream mehr, sondern etwas Neues versuchen", so Niroomand.

Und weiter: "Wir wollten einen Trainer, der offen ist für neue Ideen und die Mannschaft anders führen kann. Dabei sind seine kommunikativen Eigenschaften wichtig." Er habe als Manager "Bewerbungen von fast allen renommierten Trainern Europas auf dem Tisch zu liegen" gehabt, doch habe er sich bewusst für einen weitestgehend unbekannten Youngster entschieden.
 
Reynolds arbeitete zuletzt beim polnischen Erstligisten Jastrzebski Wegiel und war dort Assistenztrainer unter dem einstigen Berliner Trainer Mark Lebedew. Wie Reynolds ist Lebedew Australier. Reynolds agiert aktuell noch als Co-Trainer der australischen Nationalmannschaft.
 
"Ich freue mich sehr, mit einem der Topteams in Europa zu arbeiten, und ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete", sagte Reynolds bei seiner Vorstellung in Berlin: "Ich hoffe, dass wir weiter gemeinsam große Erfolge haben werden und wieder das Triple gewinnen können." Bekanntlich hatten die BR Volleys im Vorjahr Meisterschaft, DVV-Pokal und CEV-Pokal gewonnen. In diesem Jahr gab es neben dem Meistertitel noch den Einzug in die Champions-League-Endrunde zu feiern. DVV-Pokal und Supercup waren hingegen nach Finalniederlagen an den Erzrivalen VfB Friedrichshafen gegangen.
 
Hinsichtlich der Mannschaft der BR Volleys für die nächste Saison hielt sich Niroomand noch bedeckt. Fest stehen bislang die zwei Abgänge Felix Fischer (Ende der Laufbahn) und Ruben Schott, der zum Verdruss von Niroomand zu Powervolley Mailand nach Italien wechselte. Eine Geschichte, mit der wir uns in der neuen Ausgabe des VM, die am 26. Mai erscheint, intensiv beschäftigen werden. Für Schott soll möglichst wieder ein deutscher Spieler verpflichtet werden.

Von:  Jürgen Holz

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