Über seine Sperre wird weiter heiß debattiert: Stelian Moculescu Foto: FIVB

22Okt2010

Über Moculescus Sperre wird weiter kontrovers diskutiert

Die Sperre für Stelian Moculescu wird in der Szene weiterhin kontrovers diskutiert. Friedrichshafens Trainer wurde vom Verbandsgericht des DVV für vier Begegnungen aus dem Spielgeschehen genommen. Ihm wird vorgeworfen, er habe sich nach dem dritten Play-off-Finale gegen Generali Haching gegenüber einem Kameramann eine Tätlichkeit zu Schulden kommen lassen. Den Übergriff selbst stellen die Friedrichshafener nicht in Abrede, „das wollen wir gar nicht schön reden“, betont Geschäftsführer Jürgen Hauke. Wogegen sich der Meister indes wehrt, ist das Strafmaß sowie die Art des Verfahrens. So sei dem Anwalt des Klubs Akteneinsicht verwehrt worden, zudem seien die beiden Beteiligten des Vorgangs nicht gehört worden. Tatsächlich haben weder Moculescu noch der Kameramann vor dem Verbandsgericht ausgesagt. „Dabei“, so Hauke, „wäre das ungeheuer wichtig gewesen. Der Kameramann hat uns versichert, er habe sich nicht bedroht gefühlt.“ Dass es keinen dauerhaften Konflikt gäbe, so Hauke, sei schon an der Tatsache abzulesen, „dass dieser Mann bei unserem neuen Imagefilm als Kameramann für uns gearbeitet hat“. Dazu sagt Ulrich Marscheck, Vorsitzender des DVV-Verbandsgerichts: „Ich habe den Namen des Kameramanns gar nicht in den Akten gehabt, weil er mir von Friedrichshafen nicht mitgeteilt worden ist. Und Herr Moculescu ist durch den Anwalt vertreten worden, der für den VfB Friedrichshafen ausgesagt hat. Ich gehe davon aus, dass Herr Moculescu seine Stellungnahme mit dem Anwalt abgesprochen hat.”

Weiterhin stören sich die Friedrichshafener an der Dauer des Verfahrens: „Wir haben am 19. Mai Einspruch gegen das Urteil eingelegt“, sagt Hauke, „es hat bis zum 21. Oktober gedauert, bis das bestätigte Urteil durch die DVL vermeldet worden ist.“ Darauf erwidert Marscheck: „Fragen Sie mal in Friedrichshafen nach, wer regelmäßig Fristverlängerung beantragt hat. Die dritte haben wir zurückgewiesen, damit sich die Sache nicht noch mehr in die Länge zieht.“ Marscheck macht deutlich, der Einspruch des VfB Friedrichshafen sei aus formellen Gründen zurückgewiesen worden, und fügt hinzu: „Bei unserer Urteilsfindung sind die Fernsehaufnahmen zugrunde gelegt worden. Und die sind eindeutig.“

Der VfB will den Urteilsspruch des Verbandsgerichts nicht hinnehmen und kämpft weiter. „Es ist gut, in einem Rechtsstaat zu leben“, sagt Manager Stefan Mau, „und deshalb werden wir diese Angelegenheit so nicht hinnehmen.” 

Von:  fex

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