Philipp Collin spielt künftig in Friedrichshafen. Foto: CEV

14Jul2017

Wechselbörse: Philipp Collin zum VfB Friedrichshafen

Der VfB Friedrichshafen verpflichtet einen weiteren Hochkaräter für die Position des Mittelblockers. Der 26-jährige Philipp Collin wird zur kommenden Saison vom französischen CEV-Cup-Gewinner Tours VB an den Bodensee wechseln. Collin, der im Moment auf der Smart-Beach-Tour im Sand sein Glück versucht, stößt Anfang September zur Vorbereitung der Häfler Volleyballer.

Mit Philipp Collin wird ein weiterer deutscher Nationalspieler für das Team von Cheftrainer Vital Heynen ans Netz gehen. 2012 holte Heynen den 26-Jährigen ins Nationalteam, als Collin mit Dresden nach dem Aufstieg in der ersten Liga spielte. Heute sichert er sich als Vereinstrainer die Dienste des 2,05-Meter großen Mannes aus Neubrandenburg. „Ich war immer mit ihm in Kontakt“, sagt Heynen. „Er ist einer der wenigen sehr kompletten Mittelblocker. Es war nicht schwierig zu erraten, dass wir wieder einmal zusammenarbeiten werden.“

Wie man Titel holt weiß Collin. Schließlich gewann er 2017 mit seinem Club Tours, für den er drei Jahre aufschlug, den CEV-Cup und erfüllte sich einen Traum. Trotzdem wollte Collin zurück nach Deutschland, der VfB war schon vergangenes Jahr sein Traumarbeitgeber. „Meine drei Jahre in Frankreich waren gut, um als Spieler und Mensch zu reifen“, sagt er. „Jetzt bin ich bereit, nach Deutschland zurückzukehren.“

Solche Sätze kommen bei Sportlern öfter. Bei Collin haben sie aber ein wenig mehr Nachdruck. Ein Jahr war Collin 2014 gesperrt. Er hatte drei Mal versäumt, der Anti-Doping-Behörde seinen Aufenthalt mitzuteilen. Die Dopingwächter konnten ihn nicht antreffen, Collin war nicht gedopt, nur „verpeilt“, wie er selbst sagt. Dieses Kapitel ist für ihn aber geschlossen. „Nicht weil es mir unangenehm ist“, erklärt Collin. „Sondern weil das viel zu lange zurück liegt, um dem Ganzen nachzutrauern.“

Als einen „besonderen Charakter, der einer Mannschaft auch außerhalb des Platzes hilft“, beschreibt Vital Heynen seinen neuen Mittelblocker und weiß, dass Collin auch noch „viel Potenzial hat“. Genau das will „Phipsi“ beim Pokal- und Supercupsieger auch tun – sich noch ein Stückchen weiterentwickeln - mit „Spielern und einem Trainer, die ich sehr gut kenne“.

Collin, der im Moment noch im Sand auf der deutschen Beachtour unterwegs ist, beschreibt sich selbst als ruhigen Menschen, der seine Emotionen „beim Sport rauslässt“. Schlechte Laune habe der Hüne nur morgens und nach „dummen Niederlagen.“ Neben dem CEV-Cup hat Philipp Collin übrigens in Frankreich auch schon Pokal und Meisterschaft abgeräumt. Die deutschen Pendants fehlen ihm noch in seiner Sammlung. 2018 wäre dafür sicher ein guter Zeitpunkt.

Hier geht es zur Wechselbörse der Männer.

Von:  VfB/Gesa Katz

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